Werkstoff
Aluminiumlegierung vergleichbar mit 7075-T6, passend zu vereinbarten Festigkeits- und Bearbeitungsanforderungen.
Repräsentative Reverse-Engineering-Fallstudie · Industriekompressoren
Ein Laufrad der zweiten Stufe mit gerissenen und teilweise fehlenden Schaufeln wurde zur Grundlage eines kontrollierten Ersatzteilprogramms aus 3D-Scanning, Rekonstruktion der Konstruktionsabsicht, Fünfachsbearbeitung und Prüfung.

Die Herausforderung
Ein kritischer Zentrifugalverdichter eines US-Industriegaswerks wurde nach ungewöhnlichen Vibrationen abgeschaltet. Die Prüfung zeigte mehrere beschädigte Eintrittskanten am Laufrad der zweiten Stufe; zwei Schaufeln waren teilweise abgebrochen. Der Originalhersteller konnte Ersatz anbieten, nannte jedoch mehr als sechs Monate Lieferzeit.
Die kundenspezifische Bestandskonstruktion hatte weder verfügbares CAD noch wiederbeschaffbare Originalzeichnungen. Die Suche nach Gebrauchtteilen blieb ohne brauchbare Alternative; lokale Werkstätten lehnten die Fertigung ohne Zeichnungen ab. Der Kunde sandte das beschädigte Laufrad an Mechonus zur Rekonstruktion und Ersatzteilfertigung.
Werkstoff und Spezifikation
Vorgegeben waren eine Aluminiumlegierung vergleichbar mit 7075-T6, zwölf Teile einschließlich Reserve, dynamische Auswuchtgüte G1.0 und Rauheit Ra ≤ 0,8 μm. Diese Anforderungen wurden zusammen mit der rekonstruierten Geometrie vor Freigabe geprüft.
Aluminiumlegierung vergleichbar mit 7075-T6, passend zu vereinbarten Festigkeits- und Bearbeitungsanforderungen.
Industrielles Blaulicht-Scanning mit durchschnittlichem Ziel-Punktabstand von 0,02 mm zur detaillierten Schaufel- und Nabenerfassung.
Ra ≤ 0,8 μm und dynamische Auswuchtgüte G1.0 für den Ersatzteilprozess festgelegt.
12 Laufräder einschließlich Reserve, STEP-Daten, kontrollierte Zeichnungen und vereinbarte Prüfunterlagen.
Der Ansatz
Verdichterbauteile erfordern vollständige Geometrieerfassung und ausdrückliche Engineering-Entscheidungen für alle Bereiche mit Schäden, Verschleiß oder fehlenden Daten.
Das Laufrad wurde gereinigt, optisch vorbereitet und aus mehreren Richtungen mit einem industriellen Blaulichtsystem gescannt. Der mittlere Ziel-Punktabstand von 0,02 mm unterstützte die dichte Erfassung von Druck- und Saugseite, Nabenkanälen und Schaufelwurzeln.

Zwei Schaufeln hatten teilweise Kantenverluste; mehrere Eintrittskanten zeigten rissbedingte Schäden. Wiederkehrende Schaufelmerkmale, Nabe und intakte Bereiche wurden verglichen, um Sollbeziehungen wiederherzustellen. Fehlende Abschnitte entstanden anhand benachbarter Schaufelformen und dokumentierter Annahmen.

Geomagic Design X überführte die Scannachweise in editierbares parametrisches CAD. Das freigegebene Modell wurde zusammen mit funktionalen Bezügen, Bohrungspassungen, Schaufelformanforderungen und Auswuchtplan an die Fünfachs-CNC-Programmierung übergeben.

Detaillierter Engineering-Ablauf
Jeder Schritt erzeugt einen konkreten technischen Nachweis. So wird aus einem beschädigten Bestandsbauteil ein kontrollierter Fertigungsdatensatz statt einer einmaligen visuellen Kopie.
Laufrad fotografieren, Schaufeln nummerieren und Risse, gebrochene Eintrittskanten, Reibspuren und Handhabungsschäden erfassen. Bohrung, Passfedernut, Rückseite, Nabe und Gegenwelle dokumentieren, bevor die Reinigung den Oberflächenzustand verändert.
ErgebnisSchadenskarte und MusterregisterRotationsachse aus Bohrung und Bezugsflächen bestimmen; reflektierendes Aluminium mit Mattierungsspray und Referenzmarken vorbereiten. Überlappende Ansichten für Schaufelwurzeln, enge Kanäle sowie Druck- und Saugflächen planen.
ErgebnisBezugsplan und ScanaufbauprotokollHochdichte Netzdaten aus mehreren Richtungen erfassen, zur Nabenachse ausrichten und Überlappungen prüfen. Gezielte manuelle oder KMG-Messungen bestätigen unzugängliche oder passungskritische Merkmale.
ErgebnisAusgerichtetes STL-Netz und kritische MaßeRauschen entfernen, ohne Schaufelkanten zu glätten; Löcher und Bruchzonen klassifizieren und wiederkehrende Schaufeln mit intakten Nachbarn vergleichen. Scanfüllung allein definiert keine fehlende aerodynamische Geometrie.
ErgebnisVerschleiß- und FehlgeometriekarteLeitschnitte, Schaufelkurven und Nabenflächen parametrisch aufbauen. Schaufelmuster, Eintritts- und Austrittskanten, deckseitige Beziehungen sowie Bohrungs- und Befestigungsmerkmale um funktionale Bezüge rekonstruieren.
ErgebnisEditierbares CAD und RekonstruktionsannahmenKritische Maße, Oberflächen, Bohrungspassung, Werkstoffzustand, Prüfpunkte und dynamische Auswuchtmethode festlegen. Der Kunde prüft CAD, Zeichnung und offene Annahmen vor Fertigungsfreigabe.
ErgebnisFreigegebenes CAD, Zeichnung und KontrollplanBearbeitungsfolge schützt Bohrung und Bezugsmerkmale: Schaufelvolumen schruppen, Flächen mit kontrollierten Werkzeugwegen schlichten und Kanten entgraten. Wo vorgeschrieben, Aufmaß für abschließende Auswuchtkorrektur erhalten.
ErgebnisErstmuster und LaufkarteBezüge, Bohrung, Nabe, Schaufelprofilpunkte und Oberfläche gegen die freigegebene Definition prüfen. Auswuchtverfahren durchführen, Ergebnisse mit dem Kunden bewerten und den freigegebenen Datensatz für Wiederbestellungen einfrieren.
ErgebnisFAI/KMG-Bericht, Auswuchtprotokoll und freigegebene BasisFertigung und Verifikation
Nach Kundenfreigabe des CAD wurden die Laufräder fünfachsig CNC-bearbeitet, fertiggestellt, geprüft und gemäß Projektanforderung dynamisch ausgewuchtet.

“Nach dem Neustart lief der Verdichter ruhig. Mechonus hat nicht nur das beschädigte Muster nachgebaut, sondern uns einen kontrollierten Ersatzteilweg ohne OEM-Wartezeit gegeben.”Instandhaltungsleiter, Industriegaswerk
Diese Fallstudie wurde mit Kundengenehmigung veröffentlicht. Kundenname, Standort und ausgewählte technische Details wurden anonymisiert. Senden Sie für ein ähnliches Projekt Ihre Bauteildaten über unsere Website; unser Engineering-Team erstellt eine erste Bewertung innerhalb von 24 Stunden.
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